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In seiner Begrüßung machte Stefan Schmidt deutlich, dass trotz aller Technik und aller Errungenschaften des Fortschrittsgeistes Feuer und Wasser beeindruckende und bedrohende Urkräfte geblieben seien. Dem setzte er entgegen: "Selbst in der modernsten und technologisch aufgerüsteten Feuerwehr besteht der Schutzdamm gegen diese urältesten Bedrohungen und Ängste der Menschheit noch aus dem Prinzip: Menschenliebe gegen Menschennot." |
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Festredner Rolf Schamberger lud zu einer "Zeitreise" durch die Geschichte der Feuerwehr ein, die er durch eine Bildpräsentation veranschaulichte. Eines der Bilder zeigte eine der ersten fahrbaren Handdruckspritzen Baujahr 1624, eingesetzt in Bieberstein – technischer Standard vieler Feuerwehren über die Jahrhunderte bis zum 2. Weltkrieg. Mit den gesellschaftspolitischen Veränderungen in der Nachkriegszeit, dem wirtschaftlichen Aufschwung in Verbindung mit der Währungsreform und der Herauslösung der Feuerwehren aus der Polizeistruktur beschleunigte sich erst allmählich auch der feuerwehrtechnische Fortschritt. In diese Zeit, in das Jahr 1948, fiel auch die Gründung des Kreisfeuerwehrverbandes Fulda. Rolf Schamberger würdigte die Arbeit der Mitglieder des Verbandes in den vergangenen 60 Jahren und wünschte ihm abschließend für die Zukunft nachhaltig alles Gute mit einem Zitat von Konrad Adenauer: "Nehmen Sie die Menschen wie sie sind. Andere gibt es nicht!" |
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Landrat Bernd Woide nahm in seinem Grußwort die aktuelle demographische Entwicklung der Bevölkerung und die Probleme bei der Tagesalarmsicherheit zum Anlass, die damalige Entscheidung der Gründungsmitglieder des Kreisfeuerwehrverbandes lobend anzuerkennen. 60-jähriges Bestehen zu feiern sei zwar eigenwillig, aber um so bedeutsamer, weil es schon damals eine weitsichtige Entscheidung gewesen sei. Für die Zukunft appellierte er in diesem Sinne an ein "Zusammenfinden" der Städte, Gemeinden und des Landkreises, um gemeinsamen den gesetzlichen Auftrag zu erfüllen. Er dankte dem Kreisfeuerwehrverband und allen Aktiven, die in den letzten 60 Jahren ehrenamtlich Verantwortung getragen haben. |
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Marcus Schafft, Bürgermeister der Gemeinde Hofbieber brachte seine Freude zum Ausdruck, dass dieses Jubiläum, "ein gesellschaftliches Großereignis", in seiner Gemeinde gefeiert wurde und begrüßte alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und ihre Vertreter. Der Verband übernehme wichtige Aufgaben, wie die Ausbildung von Verantwortlichen, aber auch die Lobbyarbeit für die Feuerwehr. In diesem Zusammenhang erwähnte er, dass im kommenden Jahr das Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr auch in Hofbieber stattfinde. |
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Der Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbandes Hessen, Gerd Battenfeld setzte in seinem Grußwort das 60-jährige Jubiläum in Bezug auf das Lebensalter der Menschen und meinte, der Kreisfeuerwehrverband brauche noch lange nicht an Ruhestand zu denken. Er hob die Funktion als Bindeglied im Landkreis, seine innovativen Aktivitäten und die erheblichen Verdienste des Verbandes bis hin auf Bundesebene hervor. |
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Weitere Glückwünsche überbrachte der Leiter der Hessischen Landesfeuerwehrschule, Silvio Burlon. Für den Bezirksfeuerwehrverband Kurhessen-Waldeck entrichtete stellvertretend für den verhinderten Jürgen Weingarten der Brandschutzdezernent beim Regierungspräsidium Kassel Erwin Baumann ein Grußwort und übermittelte auch die Glückwünsche der Landesregierung. |
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Eine sehr gute Zusammenarbeit attestierte in Vertretung des Polizeipräsidenten Sauer Polizeidirektor Lothar Wiese und überbrachte lobende Glückwünsche. Für die befreundeten Organisationen Deutsches Rotes Kreuz Fulda und das Technische Hilfswerk sprach stellvertretend der Rettungsdienstleiter des DRK Fulda, Donald Löw. Die Nähe und Hilfe zum Nächsten verbinde die Hilfsorganisationen mit dem Feuerwehrverband. Er bescheinigte eine gute Zusammenarbeit und gratulierte zum Jubiläum. |
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In seinem Schlusswort konnte der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes trotz aller lobenden Worte und Anerkennung nicht umhin, aufzuzeigen, was nicht in Ordnung sei. Mit Zitaten aus dem Leitbild des Verbandes machte er bewusst: "Menschen, Tiere, Pflanzen, Sachwerte und die Umwelt vor Feuer-, Elementar- und weiteren Schadensereignissen zu schützen, gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Feuerwehren des Landkreises Fulda. Dies nach Kräften in allen Belangen zu unterstützen, ist die Aufgabe des Kreisfeuerwehrverbandes des Landkreises Fulda." Eine Kernaufgabe sei die Meinungsbildung in der Öffentlichkeit und bei den politisch Verantwortlichen. So könne nicht verschwiegen werden, dass durch den Mitgliederschwund in den Einsatzabteilungen die Tagesalarmsicherheit nicht mehr flächendeckend gewährleistet werden kann. Dies könne in absehbarer Zukunft dazu führen, selbst Feuerwehren schließen zu müssen. |
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Was aber seien Lösungsansätze, um dem entgegenzuwirken? Positiv hervorzuheben sei die Mitgliederwerbung der Jugendfeuerwehr. Gegenüber den Mitbürgerinnen und Mitbürgern sei es notwendig, die blanke Wahrheit zu sagen, die gesellschaftlichen Veränderungen zu erkennen und die Auswirkungen auf die Feuerwehren aufzuzeigen. Die Grundsätze des freiwilligen Brandschutzes seien auch in Zukunft zu stärken, was nicht zuletzt aus Kostengründen ein politischer Auftrag sein müsse. Weitere wichtige Stichworte, die Stefan Schmidt in seinen eindringlichen Schlussworten hervorhob, waren die nachlassende Anerkennungskultur der Mitbürger gegenüber den Feuerwehren und die Wichtigkeit des Kameradschaftsgeistes. |
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Der Verbansvorsitzende dankte allen Verantwortlichen in den vergangenen 60 Jahren, die den Kreisfeuerwehrverband ideell und materiell unterstützt hatten. Als Beispiel hob er die Arbeit der Kreisausbilder hervor, die zu dem Hauptaufgabenbereich des Verbandes zählt. Darüber hinaus dankte er der Feuerwehr Hofbieber für die Ausrichtung der Feier, dem THW Hünfeld für die kulinarischen Köstlichkeiten sowie allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. |
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Besonders bedankte sich Stefan Schmidt bei der Big-Band der Lichtbergschule Eiterfeld. Sie begeisterte zusammen mit ihrem Solosänger Aristoteles Siebert die Gäste mit spitzenmäßiger Leistung. Durch ihre gelungene Mischung von Musik aus den Zeiten des Swing, Pop und Rock verstand sie es, die Grußworte kurzweilig zu unterbrechen und gut zu unterhalten. |
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Mit dem Gruß "Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr!" beendete Stefan Schmidt die offizielle Jubiläumsfeier. (wj) |
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