Wie geht man bei einer brennenden Person richtig vor?
Diese oft gestellte Frage betrifft nicht nur die Feuerwehren. Im Fall eines Falles - beispielsweise bei einem Grillunfall - sind es oft "Nicht-Feuerwehrleute", die geeignete Erstmaßnahmen ergreifen müssen, bis die Feuerwehr eintrifft.
Fachempfehlung des Deutschen Feuerwehrverbandes
Aufgrund der gravierenden und nachhaltigen medizinischen Folgen für die Betroffenen ist ein sicheres Grundlagenwissen in dieser Frage besonders wichtig. Dies nahm der Fachbereich Gesundheitswesen / Rettungsdienst im Deutschen Feuerwehrverband zum Anlass, eine Fachempfehlung speziell zu dieser Thematik zu erstellen.
Die Fachempfehlung „Maßnahmen bei Personenbränden“ unterstreicht dabei insbesondere die Notwendigkeit des unverzüglichen Handelns. Die Auswahl und aufwendige Suche eines vermeintlich richtigen Löschmittels wird im Regelfall als zu zeitintensiv angesehen. Wesentlich entscheidender als beispielsweise die Suche nach einer passenden Löschdecke oder sauberem Löschwasser ist die Tatsache, dass der Helfer umgehend und entschlossen aktiv wird.
Aus diesem Grund werden auch die vier beschriebenen Wege als gleichwertige Alternativen dargestellt. Konkret werden das Löschen mit Wasser, das Ersticken mit dichtem Gewebe wie Löschdecken, der Einsatz von Feuerlöschern und das Wälzen der betroffenen Person auf dem Boden vorgestellt.
Ganz wichtig ist es allerdings auch, bei den Hilfsmaßnahmen den Eigenschutz nicht zu vergessen sowie unter der Notrufnummer 112 die Feuerwehr und gegebenenfalls den Rettungsdienst zu verständigen.
Die herausgegebene Fachempfehlung "Maßnahmen bei Personenbränden" ist also ein hilfreicher Leitfaden sowohl für Feuerwehren als auch für Ersthelfer und steht hier mit dem vollständigen Text zum Download bereit.